Ist die Leihmutterschaft wirklich nur schlecht?

Leihmutterschaft ist ein fester Bestandteil des menschlichen Lebens viel länger als man erwartet gewesen. Der antike griechische Historiker Plutarch (ca 46 – 120 n. Chr) beschreibt in seinen „Parallelbiographien“ die Geschichte von Stratonika, die seinen Ehemann Deiotarus nicht Kinder gebären konnte, und bot ihm die Möglichkeit ein Kind mit seiner schönsten Konkubine zu empfangen. Deiotarus war vom Opfer seiner Frau begeistert und versprach ihrer Frau, das Beste aus den Konkubinen zu wählen.

Die Zeiten haben sich geändert und heute wird in Ländern, in denen Leihmutterschaft eine legitime Methode zur Behandlung der Unfruchtbarkeit ist, eine Surrogatmutter für IVF-Verfahren aus einer elektronischen Datenbank ausgewählt. Die Zeiten haben sich geändert, aber die Frage, wie ethisch ist es eine Frau für das Glück einer anderen zu „gebrauchen“, ist mehr denn je Aktuell. In relevante Artikeln wird Leihmutterschaft often als „Babyfabrik“ oder „Uterusmiete“ vergleicht. Leider, aus offensichtlichen Gründen, gibt es wenig (fast kein) öffentlich zugängliches Statistik zum Bildungsstand und sozialen Status der Leihmutter, aber es gibt schon kein Grund zu vermuten dass alle Frauen, die eine Surrogatmutter sein wollen, leben an der Grenze der Armut. Es ist nicht vernünftig an zu nehmen, dass es keine Frauen gibt mit einfach ein reinerherziges Wunsch zu helfen.

Russin Olga Patrina, 33-jährige Mutter für drei eigene Kindern und Leihmutter für vier Kindern, sagt: „Es ist einfacher ein Leihmutter zu sein als ein Hypotek zu bezahlen!“ Als Sie eine Leihmutter ersten Mal wat, wollte sie einfach Geld verdienen. Aber die nächsten Kinder gebar sie für seine Bekannten und wünschte ihnen, dass die auch die Freude der Elternschaft erleben könnten. Gerade wenn die finanzielle Seite der Angelegenheit nicht mehr ein Priorität ist – Olga ist die Leiterin eines selbst gegründetes Leihmutter- und Spendenzentrums– hat sie ein Plan Leihmutter für ihre Freundin zu sein, die während 10 Jahren keine Kinder bekommen hat (interview aus Jahr 2017). Die menschliche Einstellung zu dieser Situation kann sehr unterschiedlich sein, aber man muss zugeben, dass es doch um eine bewusste Geburt handelt. Darüber hinaus gibt es Länder, in denen das Gesetz in erster Linie die rechte des Leihmutters schützt. Zum Beispiel muss in England die zukünftige Familie nach der Geburt des Kindes eine elterliche Anordnung (parental order) kriegen, um das geborene Kind von der Leihmutter zu adoptieren. Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass Leihmutterschaft nicht nur eine Einkommensquelle in Länder der Dritten Welt ist, sondern auch eine Methode der Behandlung von Unfruchtbarkeit in einer fortschrittlichen Gesellschaft. Rechtlich ist es streng begrenzt und auf bestimmte medizinische Indikationen beschränkt und nicht kommerziell erhältlich.

Unfruchtbarkeit in Estland und besonders in Westeuropa ist ein wachsendes Problem. Es gibt selten Frauen wie Mariam Nabatanzi Babirye, ein Mutter für 38 Kindern in Uganda lebt. Laut der Weltgesundsheitsorganisation haben mehr als 10% der Frauen ein Problem mit Fertilität (die eine feste Beziehung haben und fünf oder mehr Jahre nicht schwanger werden sind). Weit verbreitete Unfruchtbarkeitsbehandlung sind für bestimmte medizinische Indikationen nicht geeignet, wenn zum Beispiel eine Frau aus dem einen oder anderen Grund kein Mutterleib hat. In diesem Fall ist Leihmutterschaft die einzige Hoffnung Mutter zu werden. Da in Estland Leihmutterschaft nicht gesetzlich erlaubt ist, können estnische Frauen nur nach ein anderes Land reisen, wo das Verfahren geregelt ist. Bis 2016 war Indien die „Mekka“ für Leihmutterschaft, aber heutzutage ist die Leihmutterschaft in Indien nur für indische Bürger erlaubt. Die Alternativen sind Amerika oder Georgien, wo bereits viele Jahren (bzw 1980 und 1997) Surrogatgesetze gelten, und der kulturelle Raum in diesen Ländern sehr tolerant gegenüber Verfahren und Leihmutterschaft ist.

Solange bis die Debatte über leihmutterschaft in der estnischen Gesellschaft nicht entwickelt, suchen die Frauen nach Lösungen um den Traum zu erfüllen. Diejenige, die glauben dass ihre Anamnese ihr Recht auf Glück nicht einschränken sollte, suchen inzwischendem trotz alles verschiedene Möglichkeiten und können bereit sein für eine Leihmutterschaft im Ausland.

Unsere Klinik befürwortet oder führt keine Leihmutterschaft durch. Unsere Verfahren zur Behandlung der Unfruchtbarkeit sind auf unserer Website verfügbar, oder wenden Sie sich an unseren Gynäkologin Sirle Randoja.

EstoniaRussiaEnglishGermanTurkey