Eizellen- und Samenspende

Eizellenspende und Samenspende können Einzelpersonen oder Paaren mit Kinderwunsch, die auf natürlichem Wege nicht schwanger werden können oder wollen, zu Kindern verhelfen. Laut der estnischen Gesetzgebung (Artificial Insemination and Embryo Protection Act) sind sowohl Eizellspenden als auch Samenspenden erlaubt.

Die Eizellenspende ist eine Behandlung, bei der eine Frau ihre unbefruchtete Eizellen einer anderen Frau spendet, die selbst keine Kinder bekommen kann. In vielen Fällen erweist sich Eizellspende als die einzige wirksame Lösung, den Kinderwunsch bei Frauen über 40 zu erfüllen. Es ist eine Alternative zur Adoption, denn die Schwangerschaft bringt eine sehr enge Verbindung zum Kind, auch wenn die Eizelle nicht von der Mutter stammt.

Die Indikationen zur Verwendung gespendeter Eizellen sind:
– das Nichtvorhandensein oder die Störung der Eizellen;
– das Risiko der Übertragung einer schweren erblichen Erkrankung;
– mechanische Hindernisse in der Gebärmutter;
– frühe Menopause (vor dem 40. Lebensjahr);
– mehrere unerfolgreiche IVF-Versuche;
– wenn in den Eierstöcken einer Frau wegen fortgeschrittenen Alters oder als Folge einer Erkrankung keine Follikel heranreifen;
– oder wenn es dem Paar aus unterschiedlichen Gründen nicht gelingt, zusammen Kinder zu bekommen.

Die Samenspende ist eine wirksame Lösung für:
– Paare, dessen Kinderwunsch aufgrund medizinischer Ursachen des Mannes unerfüllt geblieben ist;
– alleinstehende Frauen, die keinen Partner haben (laut der estnischen Gesetzgebung darf IVF in Estland sowohl bei verheirateten als auch bei ledigen bis 50-jährigen Frauen durchgeführt werden);
– lesbische Paare;
– Paare, die aus unterschiedlichen Gründen keine Kinder bekommen.

Die Erfolgsaussichten nach einer IVF- oder ICSI-Behandlung mit Spendersamen hängen insbesondere vom Alter und möglichen Fruchtbarkeitseinschränkungen der Frau ab.
Die Risiken, dass zufällige Genmutationen oder Krankheiten während der Schwangerschaft dem Kind körperliche oder geistige Behinderungen verursachen, sind ähnlich niedrig wie bei Paaren, die ohne medizinische Hilfe und mit eigenen Keimzellen Eltern werden. Die allermeisten Kinder kommen gesund zur Welt.

Die Eizellen werden befruchtet mit Hilfe der IVF/ICSI Methoden. Falls Transfer nicht gerade möglich ist, bieten wir das Möglichkeit die Zellen zu frieren (Vitrifikation) und auch die möglichkeit für PGD(PID)/PGS Untersuchungen.

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